Die Mango Plantage des Rays of Hope Centre in Ghana – Pflanzen für Selbstständigkeit



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Rays of Hope Centre startete jetzt mit dem Aufbau einer 1 ½ ha großen Mangoplantage. Ziel dieser Plantage ist es unseren Zöglingen realistische und erfolgreiche Wege in eine unabhängige Zukunft "schmackhaft" zu machen, sodass handwerkliche und praktische Berufsfelder wie z.B. die Landwirtschaft mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung in ihrem Berufsfindungsprozess erlangen. Die Vermarktung der Mangoernte ab dem 3. Wachstumsjahr ist ein praktisches Lernfeld in welchem interessierte und talentierte Jugendliche aus unserer Organisation Marketingerfahrungen werden sammeln können.
Die Größe der Plantage gestattet dem Projekt zukünftig darüber hinaus Einkünfte auf dem profitablen lokalen Absatzmarkt für Mangos in Ghana zu erzielen. Dabei bieten die günstige Bodenbeschaffenheit und die klimatischen Bedingungen die fast einmalige Gelegenheit zweimal im Jahr Mangos zu ernten.


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Der Start der Plantage war ein Kraftakt aller. In der ersten Phase waren sowohl schwere Maschinen als auch die fleißigen Hände von unseren Jungs und Mädchen gefragt. Zunächst wurde mit Hilfe eines Bulldozers die Fläche für die das Mango Feld geebnet und alle Büsche und Sträucher entfernt. Um das Land urbar zu machen, wurde es als nächstes von einem Traktor umgepflügt. Zurück blieben einige Wurzeln und zwei große Neem−Bäume, die der Bulldozer nicht entwurzeln konnte.
Dies war der Anlass für die erste Gruppen Aktion, bei der wir mit den derzeit im Projekt wohnenden Kindern und Jugendlichen, als auch mit den Ehemaligen anrückten.
Dabei hat uns Jonathan, ein ehemaliger Junge aus dem Projekt angeleitet. Er betreibt jetzt eine eigene Farm und wird die Verantwortung für die Planung und Überwachung der Mango Plantage übernehmen.





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Die hochmotivierte Mannschaft mit sowohl "Frischlingen" als auch "alten Hasen" wurde in Gruppen eingeteilt und übernahm unterschiedliche Arbeiten. Zwei Gruppen fällten die zwei großen übrig gebliebenen Neem−Bäume. Zwei weitere Gruppen waren für das Sammeln und Entfernen der Wurzeln und Äste auf dem Land verantwortlich. Die letzte Gruppe bestehend aus den Stärksten trug vom Nachbargrundstück 500 Säcke Zement (25 Tonnen!) auf unser Grundstück. Dieser Zement wird für die Vervollständigung der Mauer um unser Land benötigt. Die Mauer dient zum Schutz vor ungebetenen Gästen auf unserer Plantage wie Kühen, Schafen oder anderen Tieren.
Eine Woche später war es an der Zeit um Löcher für die Mango Bäume zu graben. Die Arbeit war gut vorbereitet und organisiert, daher waren wir schnell fertig und konnten uns schon um die Mittagszeit in den Schatten setzen und dort zusammen speisen. Gutes Essen nach getaner Arbeit zu genießen, bedeutet in Ghana immer ein kleines Fest.

Bild? Das finale Pflanzen unserer 200 Mango Bäume war nun nur noch abhängig vom Regen. Der musste fallen und die Löcher gut mit Wasser füllen. Darauf mussten wir weitere drei Wochen warten bis wir dann Anfang April wieder mit der vollen Mannschaft auf das Land fahren konnten, um die Setzlinge zu pflanzen. Für das Pflanzen wurden wir wieder in Gruppen unterteilt. Eine Gruppe hat die Setzlinge auf die Löcher verteilt. Eine weitere Gruppe hat Geflügel−Mist als Dünger in die Löcher gefüllt. Die dritte Gruppe hat dann die Bäume eingepflanzt.
Bild? Jeder Beteiligte durfte im Rahmen der Pflanzungsaktion einen persönlichen Setzling "adoptieren", eigenhändig "zum Leben erwecken" und wird ihn über die kommenden Jahre als Motivationsstütze zur Mitarbeit und Identifikation mit dem neuen Projekt "betreuen".

So wurden insgesamt 52 Mangobäume von unseren Kindern und Jugendlichen "adoptiert" und ihre Lage genau vermerkt.

Wir hoffen, dass die eine oder der andere auf diese Weise seine Liebe zur Landwirtschaft entdeckt und der Entschluss reifen kann, in der Landwirtschaft sein Auskommen zu finden. Helfen sie uns weiter dabei, dass wir auf diese Weise weitere Lernfelder für die Kinder und Jugendlichen des Projektes verwirklichen können.

Simon Radtke Freiwilliger im Projekt Rays of Hope Centre
dem Partnerprojekt der Aktion Lichtblicke in Ghana